Wissenswertes

 

Holzart

Die Buche ist ohne Zweifel das Brennholz mit den meisten Vorteilen, es ist allerdings auch das teuerste Brennholz, und oft rechtfertigt die Qualität nicht den großen Preisunterschied z.B. zu Fichte oder Kiefer. Buche hat einen durchschnittlichen Heizwert, ist aber durch die hohe Dichte schwerer als z.B. Nadelholz. Daher würden Sie weniger Buchenscheite zum Heizen brauchen, als wenn Sie Fichte verfeuern. Gemessen am Gewicht hat die Fichte aber einen höheren Brennwert - Sie brauchen nur mehr Volumen. Heißt: Sie müssen öfter nachlegen. Dass von Nadelholz Gefahren für Ofen und Schornstein ausgehen ist ein Ammenmärchen aus Zeiten, als nicht immer ganz trockenes Holz verheizt wurde und das Bewusstsein für die Qualitäten von trockenem Holz noch nicht da war. Trockene Fichte ist ein ideales und vor allem günstiges Brennholz.

 

Die verschiedenen Holzarten haben bei der Verwendung als Brennholz Vor- und Nachteile:

 

Fichte

ist ein relativ schnell an- und abbrennendes Holz und eignet sich daher sehr gut zum Anbrennen. Häufig wird es auch in Grundöfen / Vergaserkesseln verwendet. In Europa ist Fichtenwald weit verbreitet und das Holz günstig zu erwerben. Für den offenen Kamin eignet es sich nicht, da aufplatzende Harzblasen zum „Spritzen“ von Glut führen.

 

Tanne

brennt ähnlich schnell wie Fichte, verursacht aber durch die geringere Ausprägung von Harzblasen deutlich weniger Funkenflug. Tanne ist das klassische Brennholz des Alpenraums für offene Herdfeuer, ist aber kaum noch sortenrein zu erhalten.

 

Kiefer und Lärche

sind – bei ähnlichem Brennverhalten – von besserer Qualität, spielen aber nur regional als Heizmittel eine Rolle.

 

Birke

wird gerne für offene Kamine verwendet. Auch wenn oft Buche oder Esche an erster Stelle genannt werden, so ist doch Birkenholz 'das' klassische Kaminholz, da es keine Funkenflug-verursachenden Harzblasen bildet und neben seinem schönen Flammenbild (recht hell, bläulich) wegen der (anstelle von harzigen Stoffen) überwiegend enthaltenen ätherischen Öle auch sehr angenehm riecht. Birkenholz brennt zwar etwas schneller ab als Buche oder Esche, aber deutlich langsamer als Nadelhölzer.

 

Buche

gilt als ein gut geeignetes Kaminholz, da es ein schönes Flammenbild und gute Glutentwicklung aufweist. Zugleich zeigt es nur sehr geringe Funken(spritzer) und hat einen recht hohen Heizwert. Der Brennwert/Heizwert von Buchenholz wird oft als Referenzwert im Vergleich zu anderen Hölzern verwendet. Aufgrund des geschätzten Geruchs und Geschmacks wird zum Räuchern von Lebensmitteln meist Buchenholz verwendet. Buchenholz ist sehr begehrt und liegt daher im oberen Preisbereich.

 

Weißbuche oder Hainbuche

wird oftmals auch Buche genannt, ist jedoch eine eigene Holzsorte. Weißbuche ist auch getrocknet extrem schwer und hat daher, bezogen auf das Volumen, (ebenso wie Eiche) einen besonders hohen Brennwert. Weißbuche hat ein schönes Flammenbild, wenig Funkenspritzer und brennt sehr lange. Es ist besonders schwer zu sägen und zu spalten.

 

Eiche

ist einsetzbar in allen Öfen (Kachelofen, Kaminofen, Werkstattofen), die tatsächlich der Wärmegewinnung dienen. Für offene Kamine wird es nicht bevorzugt, da es zwar gut Glut, aber kein so schönes Flammenbild entwickelt. Der Heizwert ist noch etwas höher als der von Buche, und die Brenndauer ist sehr lang. Eichenholz enthält relativ viel Gerbsäure, die bei unsachgemäßem Abbrand (zu geringe Luftzufuhr) Abgasrohre angreift (Versottung). Es ist daher für Öfen gut geeignet, jedoch nicht für offene Kamine.

 

Esche

hat einen ähnlichen Heizwert wie Buche und entwickelt neben der Birke das schönste Flammenbild. Es ist ähnlich gut geeignet für offene Kamine, da es ebenfalls kaum Funken spritzt. Eschenholz ist hart und zäh (leicht zu sägen aber schwer zu spalten) und dadurch ähnlich hochpreisig wie Buche.

 

Pappel und Weide

haben einen geringen Heizwert und verursachen einen hohen Ascheanteil. Nur bedingt zum Heizen zu verwenden.


 

Vergleich des Heizwertes verschiedener Holzarten

 

Holzart             Heizwert          Heizöläquivalent

1 RM                 in kWh             in Liter




Buche 2100 210
Eiche 2100 210
Esche 2100 210
Robinie 2100 210
Birke 1900 190
Ulme 1900 190
Ahorn 1900 190
Douglasie 1700 170
Kiefer 1700 170
Lärche 1700 170
Fichte 1600 160
Erle 1500 150
Tanne 1500

150

Weide

Pappel

 

1400           

1400 

 

140

140

 

Holzfeuchte

Heizen Sie nur mit naturbelassenen, lufttrockenem Holz mit einer Holzfeuchte von maximal 25%. Sowohl Buche, als auch Fichte trocknen auf unter 20% Holzfeuchte innerhalb eines Jahres - richtige Lagerung vorausgesetzt.

 

Warum trockenes Holz?

Wirklich nasses Holz zischt im Ofen und wirft auch nach längerer Zeit noch Blasen. Holz unter 30% Holzfeuchte verbrennt zwar ohne Feuchtigkeitsaustritt und scheint in Ordnung, allerdings wird der optimale Heizwert nicht erreicht. Daher sollten Sie nur trockenes Holz verbrennen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die im Holzgas enthaltene Energie zum Austreiben des Wassers benutzt wird, statt Ihr Haus zu heizen. Energieverluste von bis zu 30% sind hier kalkulierbar. Beim Abbrand von feuchtem Holz entstehen höhere Emissionen sowie aggressive Ablagerungen im Ofen und Kamin.

 

Brennholz lagern

Zur richtigen Lagerung von Brennholz muss folgendes beachtet werden: Holz braucht rundum Luft, insbesondere einen Abstand zum Boden, da mit Feuchtigkeit angereicherte Luft nach unten absinkt. Kann die Luft hier nicht weg, legt sich die Feuchtigkeit wieder ab und der Stapel beginnt von unten her zu verfaulen. Mindestens 10 Zentimeter Luft sollte es nach unten geben, besser mehr. Zwischen Haus oder Mauer und dem Holz sollten 5-10 Zentimeter Luft vorhanden sein. Eine alte Plane versieht als Abdeckung gute Dienste. Ordentlich belüftet und in sonniger Lage trocknet Holz innerhalb eines Sommers so weit herunter, dass es problemlos verbrannt werden kann. Hartholz wie Buche trocknet übrigens langsamer als Weichholz. Probleme, die bei der Lagerung auftauchen können sind Schimmelbildung und ausbleibende Trocknung. Beides ist immer ein Lüftungs- oder Standortproblem.

 

Mengen & Bedarf

Erfahrungsgemäß wird in einem Einfamilienhaus als "Zu-Heizung" etwa 3-5 Schüttraummeter Brennholz pro Saison benötigt. Als "Alleinheizung" sind bei einen Ofen 10-15 Schüttraummeter, bei einer Holzzentralheizung je nach Leistung zwischen 15 und 50 Schüttraummeter.

 

Ein Schüttraummeter ist die Menge Holz, die einen Kubikmeter Volumen geschüttet füllt. Sie können die gelieferte Menge bei der Lieferung auf dem Fahrzeug ganz einfach nachmessen. Ein Aufstapeln in Ihrem Lager bringt Sie nicht auf das Schüttraum-Maß, sondern auf Raummeter. Übrigens: Der bayerische "Ster" entspricht einem klassischen Raummeter, dieser ist ein Kubikmeter aufgeschlichtetes Holz.

Kaufen Sie Ihren Holzvorrat im Frühjahr als Frischholz günstig ein, dann können Sie im Winter trockenes Holz verbrennen.

 

Umweltschutz

Beim Wachsen verbraucht ein Baum genau so viel CO2, wie beim Verbrennen des Holzes wieder entsteht. Daher spricht man davon, dass Holz ein CO2-neutraler Brennstoff ist und damit umweltfreundlicher als Kohle, Öl oder Gas.

Diese Stoffe sind außerdem nicht regenerierbar, während Holz im Rahmen einer gesetzlich geforderten Nachhaltigkeit angepflanzt werden muss, wenn irgendwo ein Baum fällt. Es ist aber ein Trugschluss, dass Holz dadurch zum Schadstoff freien Brennstoff wird - auch hier entsteht CO2 und bringt für uns die Verpflichtung zum sorgsamen Umgang und zur Vermeidung. Holz verbrennt am besten und heißesten, wenn es trocken ist - also niemals frisches Holz verbrennen, weil es durch niedrige Abbrandtemperaturen weniger Leistung bringt und mehr Schadstoffe frei gibt.

 

Trockenes Holz bei hohen Temperaturen verbrannt ergibt ein Minimum an Feinstaub. Regeln Sie Ihren Ofen über die Brennholzzufuhr, nicht über die zugeführte Luft. Aschereste können, so lange das Holz unbehandelt ist, bedenkenlos im Kompost landen.

 

Übrigens:

Wussten Sie, dass Holz beim Verbrennen nicht mehr CO2 produziert, als im Verrottungsprozess?

 

 

 

 

Brennholzhandel

JOCHEN DÖHLA

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